Bildungsarbeit an Hochschulen

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10 Masterstudent_innen aus der Bekleidungstechnik und dem Modedesign arbeiteten engagiert transdisziplinär. Foto: © HTW Berlin10 Masterstudent_innen aus der Bekleidungstechnik und dem Modedesign arbeiteten engagiert transdisziplinär. Foto: © HTW BerlinIm Wintersemester 2017/2018 setzten sich 10 Studierende aus den Masterstudiengängen Bekleidungstechnik/Konfektion und Modedesign intensiv mit dem Thema „Transparenz in textilen Lieferketten“ auseinander. Welche Informationen wollen Kund_innen darüber haben, an welchen Orten ihr Bekleidungsstück welche Produktionsschritte durchlaufen hat? Wie kann interne Transparenz das Qualitätsmanagement im Unternehmen verbessern? In intensiven Arbeitstreffen entwickelte die Projektgruppe eine Ausstellung, in der die unterschiedlichen „Blickwinkel“ auf das Thema gut nachvollziehbar präsentiert werden. Sie kann in Bekleidungsunternehmen beispielsweise im Rahmen des Compliance Managements oder als Grundlage zur Entwicklung neuer Marketingstrategien eingesetzt werden.

Orientierung für Unternehmen zum Thema "Transparenzmanagement" - das war das Ziel des Semesterprojektes. Grafik: © HTW BerlinOrientierung für Unternehmen zum Thema "Transparenzmanagement" - das war das Ziel des Semesterprojektes. Grafik: © HTW BerlinWollen Unternehmen Transparenz umsetzen, herrschen oft Unsicherheiten. Ziel der Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Monika Fuchs und Carolin Ermer war es, Entscheidungsträger_innen in fokalen Unternehmen der Bekleidungsbranche Orientierung im Schlagwortdschungel rund um Unternehmensverantwortung, Unternehmenskultur, Partizipation und Optimierung zu bieten. Leitfragen für die Studierenden gab es zahlreiche: Welche Arten von Transparenz (intern/extern) bieten welchen Mehrwert für die unterschiedlichen Stakeholder eines fokalen Unternehmens? Welche Rolle spielt Transparenz für das Qualitätsmanagement, in der Unternehmensführung, im Supply Chain Management? Welche Ansprüche an Transparenz haben unterschiedliche Stakeholder des Unternehmens? Wie entwickeln sich die rechtlichen Grundlagen zu Offenlegungspflichten und -möglichkeiten?

Unternehmensinterne und -externe Blickwinkel in der Ergebnisausstellung. Foto: © HTW BerlinUnternehmensinterne und -externe Blickwinkel in der Ergebnisausstellung. Foto: © HTW BerlinAls Kommunikationsformat entschied sich die transdisziplinäre Gruppe für eine Ausstellung mit Plakaten und einem Videoclip. Handreichungen zu Unternehmensverantwortung, die nicht gelesen werden, gibt es schließlich zahlreich. Damit Prozesse in Organisationen gestaltet werden können, müssen motivierende und diskussionsinduzierende Medien zum Einsatz kommen. Hier zahlte sich aus, dass die Beteiligten nicht nur intensives Literaturstudium betrieben, sondern auch Interviews mit Expert_innen führten. Unter Anderem vermittelte FEMNET ein Gespräch mit Industriegewerkschafterinnen aus Bangladesch und gab Input aus der NGO-Perspektive. Zusätzlich befragten die Studierenden Expert_innen aus Unternehmen, aus der Unternehmensberatung sowie aus Siegelorganisationen. In der Abschlusspräsentation des Projektes am 05. Februar 2018 konnte die Ausstellung erfolgreich getestet werden.

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